CV Shams Ul-Haq

Im Jahre 1975 wurde ich in Jehlam (Pakistan) geboren und wuchs in ausgesprochen ärmlichen Verhältnissen auf. Meine Familie, deren Wurzeln bis nach Indien reichen, konnte sich meine Schulausbildung nicht leisten, daher arbeitete ich bereits als Kind, um mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen. An Bushaltestellen verkaufte ich indische Gerichte und verdiente auf diese Weise etwa 100 Rupien am Tag (umgerechnet ein Euro). Geld, mit dem ich nicht nur meine Schulausbildung bezahlen konnte, sondern auch meine Familie zusätzlich unterstützte.

Mein Traum bestand darin, einen Schulabschluss zu machen und vielleicht sogar weiter zu studieren. In meiner Heimat gab es für mich dazu keine Möglichkeit, daher reiste ich mit einer Schleuserbande im Jahre 1990 als 15-jähriger Schüler nach Deutschland. Ich lernte in Rekordzeit Deutsch und besuchte bereits kurz nach meiner Ankunft die Realschule Bad Marienberg (Westerwald). 

Die finanzielle Lage meiner Familie in Pakistan verschlechterte sich jedoch weiter, daher konnte ich meine Schulausbildung nicht fortsetzen. Ich musste mir einen Job suchen. So absolvierte ich im Laufe der nächsten Jahre eine Ausbildung als Schweißer, arbeitete als Geschäftsführer im Detektivbüro K&K Bad Marienberg, später als Teamleiter bei Real Consultants Worms GmbH.. Zudem betrieb ich zwei Postfilialen mit Mobilfunkgeschäften in Hessen.

Seit 2001 besitze ich die deutsche Staatsbürgerschaft. In etwa zur gleichen Zeit begann ich mein Politikstudium in Pakistan, danach startete ich im Jahre 2007 meine freiberufliche Tätigkeit als internationaler Journalist mit einem Interview von Benazir Bhutto für die Tageszeitung „Die Welt“. Im Laufe der Jahre arbeitete ich für verschiedenste Auftraggeber in diversen Einsatzorten in Asien und Europa. Beispielsweise für Fernsehsender wie N24, n-tv,ZDF,ARD,WDR,Sat1,SRF,RTund ARY News,Aaj Tak Aber auch für sämtliche Printmedien wie Die Welt, Die Zeit,FAZ,Cicero,Focus Magazin sowie Focus Online, Spiegel, Wiener Zeitung, Sonntagszeitung aus der Schweiz, Frankfurter Neue Presse, Faktuell Online, Salzburger Zeitung, Tiroler Tageszeitung, Jang aus London, UK Time aus London und The Nation, Pro 7, Sat 1 und in verschiedenen internationalen Fernseh-Sendern wie beispielsweise in Pakistan, Russland, Österreich, Spanien und in Holland. Außerdem in den bereits oben angeführten Print-Medien und vielen weiteren Tageszeitungen wie Der Tagesspiegel, Kurier (Österreich), Tagesanzeiger (Schweiz), The Huffington Post oder Berliner Morgenpost.

Dabei führte ich Interviews mit Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier, Sebastian Kurz, Mahonman Singh, Pervez Musharraf, Nawaz Sharif und Hamid Karzai (weiteres unter Print). 

Die Themen in diesen Interviews behandeln meist die aktuelle politische Lage der jeweiligen Nationen, deren Wirtschaftslage, Kultur sowie Schulausbildung. Diese Politiker erhalten dadurch die Möglichkeit, ihre Länder in Europa zu präsentieren. Da ich die Sprache der meisten asiatischen Länder gut beherrsche, übersetze ich die durchgeführten Interviews auf Deutsch bzw. Englisch, bevor ich diese an meine Auftraggeber weiterleite. So baute ich im Laufe der Jahre sehr gute Kontakte zu vielen Politikern aus Indien, Pakistan, Iran, Afghanistan und Bangladesch auf.

Mein Bestreben besteht darin, europäischen Medien und Politikern aufzuzeigen, wie diese asiatischen Länder über Europa denken und welches Bild tatsächlich vermittelt wird. Um diese Sichtweise auch anderen Journalisten zugänglich zu machen, organisierte und leitete ich bereits in den letzten 10 Jahren mehrere Journalistenreisen nach Asien. So gingen meine letzten Reisen unter anderem nach Libyen, Pakistan und Ägypten, Burma, Afghanistan, Iran und in die USA.

Im Laufe der Jahre beschäftigte ich mich immer stärker mit dem internationalen Terrorismus und der daraus resultierenden Flüchtlingsbewegung. Heute arbeite ich im Rahmen dieser Tätigkeit ebenfalls mit verschiedenen TV-Sendern und Printmedien zusammen. Artikel, TV-Beiträge und Interviews über meine Arbeit als Terrorismus- und Migrationsexperte erschienen (weiter unter Print)

Im Jahre 2015 begann ich, in verschiedenen Flüchtlingsheimen in Europa undercover zu recherchieren. Meine Erlebnisse veröffentlichte ich 2016 in meinem Buch „Die Brutstätte des Terrors“, erschienen im SWB-Verlag. Nach Erscheinen dieses Werkes, kontaktierten mich viele Printmedien und TV-Sender, denn plötzlich interessierten sich alle für meine Geschichte. Zusätzlich sorgte dieses Buch dafür, dass einige Gesetze und Vorgehensweisen in Flüchtlingsfragen in Deutschland überarbeitet wurden. So existieren heute in vielen Flüchtlingsheimen Einrichtungen wie Kindertagesstätten für Flüchtlingskinder und auch das Fingerabdrucksystem rückte wieder verstärkt in den politischen Fokus.

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